Roadtrip Routen: 7 Tage Toskana

Für uns ist Reisen ein Teil ultimativer Freiheit, spontantiät getrieben von dem Willen Land und Leute kennen zu lernen. Am besten geht das wenn man nur das nötigste Organisiert und sich keinen allzu detaillierten Plan macht. Am besten geht das mit dem eigenen Auto oder Mietwagen. In der Kategorie Roadtrip Routen möchten wir einige unserer Vergangenen Roadtrips dokumentieren. Weniger mit dem Gedanken das ihr Sie 1:1 nachfahren solltet, sondern mehr als Inspiration. Wir werden lediglich die Route entlang des Weges beschreiben mit ein paar Tipps – interessante Erlebnisse entlang des Weges bekommen weiterhin einen Eigenen Beitrag und werden gegebenfalls Verlinkt.

Dieser Trip entführt einen in die wunderschöne Toskana. Fahrt über abgelegene, verschlungene Straßen, die sich durch eine Bilderbuchlandschaft weben. Genießt Wein, Aperol, Pizza und Pasta in den winzigen Dörfern und kleinen Städten – mehr Italien Romantik geht nicht.

Länge: ca. 330km

Dauer: 7 Tage mit längeren Zwischenstopps und Anreise aus Deutschland

Zustand der Straßen: Gut, jedoch abseits der Schnellstraßen sehr kurvig

Achtung: In fast allen Altstädten der Toskana gibt es im Stadtkern eine Verkehrsberuhigte Zone die man unbedingt beachten sollte sonst gibts fette Bußgelder. Auto außerhalb stehen lassen! Manche Hotels können einem eine temporäre Einfahrtgenehmigung erteilen.

A: Lucca

Die erste Station auf der Route kann bei Abreise am frühen Morgen aus Deutschland noch gegen Nachmittag erreicht werden und eignet sich gut zum ankommen da es eine große Auswahl an Unterkünften gibt. Wie überall in der Toskana muss man in der außerhalb der Hauptferienzeiten nicht reservieren – irgendwo findet sich immer was.

Die wunderschöne Altstadt bereitet einen ideal auf die nächsten Tage Toskana vor und man kann schon mal das Ambiente rund um den legendären Torre Guinigi mit seinen sieben Eichen auf der Turmspitze eintauchen.

Tipp für die Unterkunft: Piccolo Hotel PuchiniBezahlbare Preise und Zimmer mit Ausblock auf die Plaza Puchini sowie das Geburtshaus des legendären Komponisten

Tipps zum Abendessen: Restaurante Giglio Traditionelle Toskanische Küche mit modernen Ideen garniert. Etwas ganz besonderes in einem schönen Gewölbekeller!

B: Volterra

Ein wunderbarer Zwischenstopp auf dem Weg nach Montalcino. Klein und relativ viele touristen.

C: Montalcino

Heimat eines Weines von dem einige behaupten er gehöre zu den Besten der Welt. Doch nicht nur der “Brunello de Montalchino” ist eines der Highlights dieses malerischen Bergdorfes. Es ist das Tor zum malerischen Val d’ Orcia. Die absolute entspanntheit dieses Dorfes und seiner Bewohner färbt auf einen ab. Die Kinder der Grundschule lernen auf den Stufen der Dorfkirche während die Oma vorbeiläuft und lauthals die Enkelin Grüßt und ihr Küsse zuwirft.

Tipp für die Unterkunft: Il Palazzo
Ein wunderbar einfaches Bed & Breakfast in einem 500 Jahre alten Gebäude mit schweren Antiken Möbeln und einer herzlichen Besitzerin. Gute Preise!

Tipp zum Essen: Perlaaaaa

D: Montepulciano

Etwas größer aber mindestens genau so schön wie Montalcino. Doch hier zält eindeutig: der Weg ist das Ziel denn dieser führt direkt durch das Val d’ Orcia. Habt ihr schon mal eine Postkarte von der Toskana gesehen? Ziemlich sicher das Bild wurde dort gemacht!

Von Montalcino Richtung Montepulciano liegen gleich mehrere Sehenswürdigkeiten auf dem Weg. Das Alte Kloster “Abbazia di Sant’ Antimo“, die Burgruine “Rocca d’Orcia“, die Thermen von “Bagno Vignoni”  und und und

E: Greve in Chianti

Die Hauptstadt des Chiantis! Nicht nur das Dorf ist gespickt mit guten Restaurants sondern auch mit (unserer Meinung nach) Italiens bester Metzgerei. 200 Jahre Erfahrung und eine Decke gespickt mit Proscuiotto-Keulen können nicht falsch liegen. Und so war es dann auch: besser als in der Anti Macelleria Falorni geht nicht!

Aber bevor jetzt jemand behauptet wir wären nur wegen der Metzgerei gekommen. Das stimmt natürlich nicht. Etwas abseits von Greve liegt ein kleines Dorf mit 3 Häusern, dort nimmt man die Abzweigung in den Walt und fährt noch mal einen Kilometer um an eine alte Olivenfarm zu gelangen. Hier im “Agritourismo la Sala” kann man sich zu besten Preisen eine Loft mieten und ein paar Nächte entspannen – man muss ja nicht jeden Tag im Auto sitzen. Vor allem kann man auch mal wieder selbst kochen oder grillen. Ideal für Kinder mit Familien!

F: Florenz

Es wurde schon genug über Florenz geschrieben. Definitiv eine Sehenswerte Stadt. Für uns war es ein Tagestrip von Greve aus daher haben wir uns nach der dörflichen Idylle etwas erdrückt gefühlt von den Touristenmassen und konnten es nicht in vollen Zügen genießen.

 

Reiselyrik (1) // Poesía de viaje (1)

I must go down to the seas again, for the call of the running tide

Is a wild call and a clear call that may not be denied;

And all I ask is a windy day with the white clouds flying,

And the flung spray and the blown spume and the sea-gulls cryring

John Masefield

Gefunden in: A Guide to Ballyheigue by Bryan Mac Mahon

Bryan: If you will ever read this: Thank you for the great “Wild Atlantic Way”-Walk and your nice stories.

¿Solo fish and chips en Irlanda? // Nur Fish & Chips in Irland?

[Deutsche Überstezung am Schluss]

Viajar a Irlanda no siempre se relaciona con la idea de descubrir nuevos sabores o de deleitar al paladar. Tal vez hayamos escuchado que todo lo que podemos encontrar de comer en la Isla Esmeralda son fish and chips (filete de pescado rebozado con papas a la francesa, aderezado con vinagre) y no, para nada es malo, la cuestión es que después del segundo día de comerlo puedes sentir el aceite corriendo por tus arterias. En la meditación para encontrar comida (¡hambre!) llegamos a la conclusión que si Irlanda es una isla, obvio debemos encontrar buenos mariscos (daaa…), así que nos dimos a la tarea de encontrarlos. Caminando por la ciudad de Dingle llegamos al restaurant Out of the Blue, donde comimos unas almejas frescas hervidas con mantequilla y filetes de pescado asados cubiertos de unas salsas que nos provocaron querer abrazar al cocinero, gastamos tal vez un poco más de lo que pagaríamos diariamente para cenar (€50-60, por entrada y dos platos principales).

“If there’s no fish, the restaurant doesn’t open.”

El chef en su página

Out of the Blue Restaurant

Y como no es costumbre quedarnos estancados en un solo lugar para comer, nosa venturamos a entrar al comedor de Joe Riverside restaurant, que está en el pueblo donde nos quedamos (Ballyheigue), no pudo haber mejor decisión, es como ir a comer a casa de tus tíos en donde te preparan al momento comida casera, té, mientras escuchas las anécdotas del buen Joe, y lo mejor, rico y a un precio muy asequible.

Joes Riverside Restaurant

¿Qué es un chowder?

Es una crema que puede ser de mariscos o de res con trozos pequeños de verduras. Si alguna vez la ven al algún menu, no pierdan la oportunidad de probarla, no se arrepentirán.

Seafood Chowder

¿Y para comenzar bien el día?

Un buen desayuno irlandés para tener energía para esas caminatas y para hacer frente al salvaje viento irlandés, dicho desayuno consta de un huevo estrellado, black pudding (moronga), white pudding, tocino, salchichas y la parte vegetariana: un pedacito de jitomate. He de resaltar que nosotros recibimos ésta comida preparada de una manera excepcional por Patrick, nuestro anfitrión del Bed & Breakfast donde nos hospedamos.

Patricks BreakfastTal vez sea que somos demasiado enamoradizos de la comida, pero así fue como pudimos romper el mito de que en Irlanda no se come bien. Prueben, aventúrense a nuevos sabores que el gusto es uno de los sentidos que más podemos consentir cuando estamos de viaje.

Nur Fish & Chips in Irland?

Wenn man nach Irland reist, dann tut man das in der Regel nicht um neue Geschmäcker zu entdecken oder den Gaumenfreuden zu frönen. Vielleicht haben manche auch gehört das einzig essbare auf der grünen Insel sind Fish & Chips (Backfischfilet mit Pommes Frites & Essig). Sicher kann man dort auch ein gutes Fish & Chips finden – das Problem ist nur das nach zwei Tagen das Fett durch die Arterien fließt.

Nachdem wir uns eingehend über die Nahrungsbeschaffung Gedanken machten (oh mein Gott waren wir hungrig!), sind wir zu der genialen Erkenntnis gekommen das Irland eine Insel ist – natürlich sollte es hier auch guten Fisch und Meeresfrüchte geben und so machten wir uns auf die Suche nach einem guten Restaurant. In Dingle schlenderten wir an der Hafenpromenade entlang und kurz hinter den Fischkuttern entdeckten wir das Restaurant “Out of the Blue”. Warum wir das Restaurant ausgewählt haben? Weil auf der Karte nur das landet was kurz zuvor noch auf dem Kutter war – die Karte ändert sich täglich!

Wir bestellen frische, in Butter gekochte Miesmuscheln und gegrilltes Fischfilet mit feinen Soßen die uns Tränen der Freude in die Augen trieben – am liebsten hätten wir den Koch umarmt. Wir haben zwar etwas mehr ausgegeben als wir es normal tun würden, aber diese Gaumenfreude war es sicher wert (50-60€ für eine Vorspeise und zwei Hauptgerichte)!

“If there’s no fish, the restaurant doesn’t open.”

Der Koch auf seiner Website

Out of the Blue Restaurant

Aber wie das so ist kann man ja nicht nur in einem Restaurant essen und so mussten wir auch in unserem “Heimatdorf” Ballyheigue ein gutes Restaurant finden – gelandet sind wir bei Joes “Riverside Restaurant”. Es hätte keine bessere Entscheidung geben können, es war wie ein Besuch beim Onkel der eine einfache, jedoch leckere Hausmannskost zaubert (zu einem preis von gerade mal 10€ pro Hauptgericht). Dabei lauscht man seinen Geschichten aus dem Leben und trinkt eine Tasse Tee. Was möchte man mehr?

Joes Riverside Restaurant

Was ist chowder?

Chowder ist eine typisch irische Suppe mit Fisch und Meeresfrüchten. Traditionell wird das Wasser in dem der Fisch gekocht wurde angedickt und mit Gemüse und den “Resten” des Fischs und der Meeresfrüchte verfeinert. Falls ihr es auf der Karte entdeckt: Unbedingt probieren!

Seafood Chowder

Und um gut in den Tag zu kommen?

Ein gutes Irisches Frühstück gibt einen Kraft für lange Wanderungen und das wilde irische Wetter. Also: Spiegelei, Black Pudding (eine Art Blutwurst mit Getreide), White Pudding (Schweinefleisch, Fett, Brot, Haferflocken in Wurstform), Speck, Würstchen und damit das Gesunde nicht zu kurz kommt eine Schnitte Tomate. Das Beste irische Frühstück das wir gegessen haben macht übrigens Patrick unser Herbergsvater des Bed & Breakfast in Ballyheigue.

Patricks BreakfastVielleicht sind wir einfach zu verliebt in gutes Essen, aber so konnten wir den Mythos des schlechten irischen Essens wiederlegen. Probiert und entdeckt neue Geschmäcker – der Geschmackssinn ist einer der Sinne den wir am meisten verwöhnen können.

Ballyheigue el pueblo a orilla del Atlántico // Ballyheigue das Dorf am Atlantik

[Deutsche Übersetzung weiter unten]

Cuando pensamos en Irlanda, nos remontamos a Guinness, Dublín, acantilados, Pubs, sin embargo pocas veces en realidad pensamos en la vida en esos pequeños pueblos que a pocos se nos ocurriría visitar, pero en éste blog nos gusta animar a nuestros seguidores a que se aventuren, que pregunten, que se pierdan (no tanto), y de esa forma fue como hace un año (2015) llegamos a un pueblo a orillas del mar llamado Ballyheigue, y si el hecho de que se encuentre en el ‘wild Atlantic way’, es decir a orillas del Atlántico y que tenga un mar con aguas de color azul turquesa dignas del caribe (por el color), no termina de convencerles, cada año cuentan con un festival de verano por el mes de julio, y de entre eventos variados y divertidos tienen una…. “Carrera de puerquitos”, que si ya solo por el nombre y la imagen del evento causa risa y curiosidad, presenciarlo en vivo les garantizara un buen rato de risas compartidas con los habitantes del pequeño pueblo. Sumado a la intensidad de poder apostar por su contendiente favorito. No se preocupen, los animalitos no son maltratados.


Cada “verano” y va entre comillas porque los Irlandeses tienen otra concepción muy diferente del verano, a los que habitamos más al sur, pero es parte del encanto y del mood al visitar la isla, en fin, cada verano los habitantes organizan numerosos eventos como competencia de lanzamiento de huevos (nos eliminaron a la primera 🙁 ), caminatas históricas por el ‘wild Atlantic way’, Competencia internacional de piedra, papel o tijeras, y lo mejor de todo es que uno, como turista puede integrarse fácilmente a las actividades, los residentes son por demás cálidos e incitan a formar parte del festival.

Éste post es dedicado, en especial a la gente de ese pequeño pueblo y es un muy breve relato de lo banales y sencillas que pueden ser las cosas que nos divierten sin necesidad de grandes planes, hay que dejarnos llevar por el fluir del lugar en el que estamos, animarnos a experimentar y a formar parte por un momento de un entorno al que comúnmente no pertenecemos. ¡Hasta pronto Irlanda!

“You come as a stranger and leave as a friend”

Encontrado en un portabasos en O’Reagans Pub enBallyheigue

Ballyheigue das Dorf am Atlantik

Wenn man an Irland denken, denkt man meist an Guinness, Dublin, Klippen und Pubs, jedoch nur selten an das Leben in diesen kleinen Dörfern die nur von wenigen besucht werden. In diesem Blog jedoch möchten wir unsere Leser dazu animieren sich auf ein kleines Abenteuer einzulassen, fragen zu stellen, sich zu verlaufen (nur ein bisschen) und so kam es das wird vor einem Jahr in Ballyheigue gelandet sind – dem kleinen Ort am Atlantik. Gelegen auf der “Wild Atlantic Way” Route, mit kleinen Klippen und einem Strand an dem das Wasser fast karibisch, türkisblau ist (karibisch ist jedoch nur die Farbe des Meeres) verlaufen wir uns immer wieder in diesen wunderbaren Ort. Jedes Jahr im Juli findet dort auch ein Sommerfest mit zahlreichen Aktivitäten statt, unter anderem auch einem… Schweinerennen! Schon der Name des Events und ein Bild bringt einem zum Lachen und bei einem Besuch kann man dieses Lachen auch gleich noch mit den Bewohnern des Dorfes teilen. Hinzu kommt das man noch auf sein Lieblingsschwein wetten kann. Und keine Bange, die Tiere werden nicht misshandelt.

Das Konzept des “Sommers” in Irland ist sehr unterschiedlich zu dem was wir die weiter südlich leben unter Sommer verstehen – schon bei 17° mit Nieselregen und Sturm laufen die kleinen in T-Shirt und kurzen Hosen auf der Straße herum. Doch auch das ist Teil des Charmes; es gehört einfach dazu. Aller klimatischen Widrigkeiten zum Trotz organisieren die Einwohner von Ballyheigue zahlreiche Veranstaltungen für ihr Sommerfest, einen Eierwerfwettbewerb (wir sind in der ersten Runde ausgeschieden), historische Wanderung an den Klippen des “Wild Atlantic Ways” oder eine internationale Meisterschaft im “Schere, Stein, Papier” – und das beste: auch wir als Touristen konnten überall daran Teilnehmen und es wurde uns sehr einfach gemacht uns zu integrieren. Trotz der Kälte empfangen einen die Einwohner mit einer unglaublichen Wärme und machen dich zum Teil ihres Fests.

Dieser Eintrag ist speziell den Leuten in diesem wunderbaren kleinen Ort gewidmet, die uns in relativ kurzer Zeit zu einem Teil ihrer Gesellschaft gemacht haben, mit denen wir zusammen gelacht haben und Spaß gehabt haben bei einfachen, gar banalen, Aktivitäten ohne das man große Pläne benötigte. Wir konnten uns treiben lassen von der Stimmung, wir konnten Experimentieren, wir konnten ein wenig unseres Lebens teilen an einem Ort an dem wir eigentlich nicht verwurzelt sind: Bis bald Irland!

“You come as a stranger and leave as a friend”

Bierdeckelpoesie in O’Reagans Pub in Ballyheigue